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Die Veranstaltungen im Frühjahr 2018

Hier finden Sie ausführlich sämtliche geplanten Veranstaltungen unserer Gesellschaft und einige unserer Kooerationspartner für das 1. Halbjahr 2018.
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„Bekannt aus Film, Funk, Fernsehen und aus großen KZs.“

Dienstag, 23. Januar 2018, 18.00 Uhr Foto: Fritz Benscher
39. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Literaturhaus, Kasinostr. 3, Osteingang, II. Stock, Seminarraum (bitte klingeln bei: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit!)

„Bekannt aus Film, Funk, Fernsehen
und aus großen KZs.“

Die Biographie Fritz Benschers, Holocaust-Überlebender, Rundfunk- und Fernsehstar der Nachkriegszeit
Referent: Wolfgang Geisler, Viernheim
„Bekannt aus Film, Funk, Fernsehen und aus großen KZs.“ - Diesen Satz sagte Fritz Benscher (1904-1970) mit der ihm eigenen bitteren Nonchalance über sich selbst. Er hatte Auschwitz, Theresienstadt und Dachau überlebt und wurde in den 1950/60er Jahren ein beliebter Komiker, Rundfunk-Unterhalter und Fernseh-Quizmaster. Benscher blieb bei allem Hang zum Show-Biz ein Demokrat und Sozialist, der kaum eine Gelegenheit ausließ, Alt-Nazis und Nachkriegs-Wendehälse zu enttarnen.
Die Hamburger Historikerin Beate Meyer hat eine fesselnde Biografie geschrieben, die bei diesem Bibliotheksgespräch vorgestellt wird: „Fritz Benscher. Ein Holocaust-Überlebender als Rundfunk- und Fernsehstar in der Bundesrepublik“ Göttingen 2017.
Eintritt: frei
Veranstalter: GCJZ/Alexander-Haas-Bibliothek

Ökumenischer Gottesdienst zum Holocaustgedenktag

Sonntag, 28. Januar 2018, 10.00 Uhr
Bessunger Kirche, Am Kapellberg 2, 64285 Darmstadt
Gottesdienst zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus
mit Pfarrerin Ulrike Hofmann, Pfarrer Stefan Hucke, Pfarrer Dr. Lothar Triebel und Diakon Heinz Lenhart;
Grußwort: Rabbiner Jehoschua Ahrens in Anwesenheit des Jüdischen Gemeindevorsitzenden Daniel Neumann
Veranstalter in diesem Jahr: Ev. Petrusgemeinde, Kath. Liebfrauengemeinde und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ)

Seit 2014 führt die Gesellschaft (ökumenische) Gottesdienste in Kooperation mit Gemeinden vor Ort durch (Kranichstein, Nieder-Ramstadt, Bickenbach, Heimstättensiedlung).

Film "Wir sind Juden aus Breslau"

Montag, 15. Januar, 18.00h | Montag, 5. Februar, 20.30h
das Programmkino rex (Grafenstr.) zeigt noch einmal:
„Wir sind Juden aus Breslau. Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933“.
Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden.

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Film "Paradies"

Der von der ZEIT hoch gelobte Film "Paradies" wird in Kooperation von REX-Kino und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit noch einmal gezeigt am Dienstag, 30. Januar, 20.15 Uhr im REX.
Groß und ungeheuerlich“ nannte Jens Jessen in „Die Zeit“ den Film des russischen Regisseurs Andrei Kontschalowski. Der dreisprachige Schwarz-Weiß-Film zeigt das Schicksal dreier Menschen inmitten des Terrors der Nazizeit, zweier Männer und einer Frau, deren Lebenslinien sich kreuzen und die sich während eines Verhörs ihrer Vergangenheit stellen müssen: ein französischer Kollaborateur (Philippe Duquesne) und ein deutscher SS-Offizier (Christian Clauß) auf der einen Seite und die Russin Olga (Julia Vysotskaya) auf der anderen Seite, die die französische Résistance unterstützte sowie jüdische Kinder versteckte – und dafür ins KZ kommt. Über die Erzählung hinaus fragt der Film, was Menschlichkeit ausmacht. Für seinen Film erhielt der Regisseur die „Europäische Toleranz-Medaille“ und in Venedig den „Silbernen Löwen“.
Eintritt: 6,50 Euro, erm. 5,00 Euro
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und GCJZ

"Schatten der Todesangst"

Donnerstag 22. Februar 2018, 19.00 Uhr
Literaturhaus, Darmstadt, Kasinostr. 3, Vortragssaal
anlässlich des 75. Jahrestags des Warschauer Ghettoaufstands„
Schatten der Todesangst“. Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) und seine Autobiographie „Mein Leben“ (1999)
Referent: Karlheinz Müller, Griesheim
Lesung: Schauspieler Horst Schäfer, Darmstadt
Reich-Ranickis Autobiographie „Mein Leben“ war ein sehr großer Erfolg beschieden, nicht zuletzt durch die Verfilmung. In ihr schildert der Autor nicht nur seinen Werdegang zum populärsten deutschen Literaturkritiker, sondern beschreibt auch eindrücklich die zunehmenden Ausgrenzungen und Verfolgungen der Juden im Nationalsozialismus. 75 Jahre nach dem Warschauer Ghetto-Aufstand sind vor allem die Kapitel, die das „Leben“ im Ghetto und die Rettung darstellen, des Wiederlesens wert.
Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft und Gesellschaft zur Pflege und Verbreitung deutschsprachiger Dichtung e.V. und GCJZ

40. Biblitoheksgespräch: "Landgericht"

Dienstag, 27. Februar 2018, 18.00 Uhr
40. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Literaturhaus, Kasinostr. 3, Osteingang, II. Stock, Seminarraum

Ursula Krechels Roman „Landgericht“

Referent: Karlheinz Müller, Griesheim
Für ihren Roman „Landgericht“ (Dt. Buchpreis 2012) hat die Autorin intensiv recherchiert, um das Schicksal eines jüdischen Juristen mit seiner Familie in den Jahren 1933 – 1945 sowie den „Neubeginn“ nach dem Kriege in Mainz darzustellen; es geht unter anderem um die Weiterbeschäftigung von NS-belasteten Juristen, um „Wiedergutmachung“ für Verfolgte des Regimes, um jüdische „Störenfriede“, die in der einsetzenden Restauration und in den Zeiten des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders zu Außenseitern werden. Hinter der Familie Kornitzer, den Hauptfiguren des Romans, steht die historische Figur des R. B. Michaelis mit seiner Familie.
Eintritt: frei. Veranstalter: GCJZ/Alexander-Haas-Bibliothek

AlleWeltKino:"Mein Herz tanzt"

Montag, 5. März 2018, 20.15 Uhr
AlleWeltKino im programmkino rex, Wilhelminenstr. 9
Film: Mein Herz tanzt (OmU)
Regie: Eran Riklis, Israel, Deutschland 2014
Als erster und bislang einziger Palästinenser erhält Eyad ein Stipendium an einem jüdischen Elite-Internat in Jerusalem. Dort ist er der einzige Palästinenser weit und breit. Und als ob die Pubertät allein nicht schon schrecklich genug wäre, befindet er sich weit weg von den Eltern in einer Umgebung, deren Sprache er nur mit Mühen beherrscht und deren Kultur nicht die seine ist. Eyad lernt Yonatan kennen, auch ein Außenseiter, der an Muskelatrophie leidet und bald sterben muss. Halt findet der Junge in Naomi, einer jüdischen Klassenkameradin. Die beiden verlieben sich ineinander, müssen aber ihre Beziehung geheim halten.
Hin- und hergerissen zwischen seinen traditionellen Wurzeln und der Bindung an seine palästinensische Familie sowie der Faszination der intellektuellen und freizügigen Möglichkeiten des modernen Israel sucht Eyad verzweifelt nach einer eigenen Identität.
Weitere Filme zu Israel/Palästina folgen (s. unten und Sonderprospekt „AlleWeltKino“)
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung, GCJZ und AlleWeltKino

MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Dienstag, 6. März 2018, 19.00 Uhr
Jüdische Gemeinde, Breuer-Saal, Wilhelm-Glässing-Str. 26
Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Einladung und Tagesordnung werden noch bekannt gegeben.

Woche der Brüderlichkeit

Sonntag, 11. März 2018
Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit 2018
Im Rahmen der in Recklinghausen stattfindenden zentralen Eröffnungsfeier erhält der Sänger, Komponist, Gitarrist und Produzent Peter Maffay die Buber-Rosenzweig-Medaille für sein entschiedenes Eintreten gegen antisemitische und rassistische Tendenzen in Politik, Gesellschaft und Kultur. Als Musiker tritt er mit großem sozialem Engagement auf und setzt sich für Versöhnung und Toleranz ein. Musik – so sein Credo – verbindet Religionen und Kulturen.

Israel - Palästina 70 Jahre Staatsgründung

Das Heilige Land: Israel – Palästina. l
1948, vor 70 Jahren, wurde der Staat Israel gegründet. Aus diesem Anlass schauen die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und die Ev. Erwachsenenbildung in einigen Veranstaltungen auf Geschichte und Gegenwart des israelischen Staates. Zwei kombinierte Ausstellungen stehen im Mittelpunkt, dazu kommen eine Lesung, Vorträge sowie eine Filmreihe im programmkino rex.

AlleWeltKino: "Erhobenen Hauptes"

Montag, 12. März, 20.15 Uhr
programmkino rex, Wilhelminenstr. 9 / Grafenstraße 20 (Passage), 64283 Darmstadt

Film: Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma‘abarot (Doku); Filmplakat?
Regie: Projektgruppe Docview (D 2012)
„Die Lebensgeschichten von fünf Personen, die zwei Dinge teilen: Sie alle sind als Kinder in Deutschland geboren und aufgewachsen und wurden als Juden und Jüdinnen ab 1933 von den Nazis verfolgt – und sie alle leben im gemeinschaftlich-sozialistisch organisierten Kibbuz Ma‘abarot in Israel. Wann, wie und warum sie dorthin kamen, erzählen sie auf eindrückliche Weise. Wenn sie vom Leben im Kibbuz berichten, spürt man ihre Begeisterung und Leidenschaft.“ (absolutmedien)

Veranstalter: Alle-Welt-Kino, Evangelische Erwachsenenbildung und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Doppelausstellung I: Die Geschichte Israels

Mittwoch, 14. März 2018, 19.00 Uhr
Das Offene Haus. Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstr. 31
Eröffnung der Doppelausstellung
„Die Geschichte Israels“. Eine Ausstellung der Israelischen Botschaft in Deutschland zur jüdischen Geschichte im Lande Israel – gezeigt anlässlich des 70. Jahrestags der Gründung des Staates Israel
Die modulare Ausstellung beleuchtet die jüdische, zionistische und israelische Geschichte von „Erez Israel“ mit ausführlichen Informationstafeln von der biblischen Geschichte bis zum heutigen Israel. Dazu gehören u.a. die Jahrestage des Jahres 2017, in dem sich der Erste Zionistenkongress (1897), die Balfour-Deklaration (1917), der UN-Teilungsplan (1947), „die Wiedervereinigung“ Jerusalems (1967) und der Beginn des Friedensprozesses (1977) jährten.
Dauer der Doppelausstellung: Do. 15.3. - Mi. 9.5.18; Öffnungszeiten: Mo.-Do. 10-18, Fr. 10-16 Uhr

Vernissage: Einführung: Dr. Lothar Triebel; Grußwort: Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt;
Musik: Irith Gabriely, Klarinette, und Julia Scheuffele, Gitarre

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Doppelauisstellung II: Im Mitklang


„Im Mitklang“. Eine Ausstellung mit Bildern von Knut Trobitius Bild von einem Buchstaben
Erde und Felsgestein, Wasser und Schnee, Feuer und Glut, Holz und Rinden, Pflanzen und Blätter: In allen Elementen zeigen sich Strukturen und Rhythmen von je eigener unverwechselbarer Schönheit. Die Kunstwerke der Natur sieht der Künstler mit Staunen und Ehrfurcht. In seinen Arbeiten versucht er, diesen vielfältigen Ausdruck der Schöpfung als spirituelle Erfahrung umzusetzen.
Inspiration für seine Bilder zu den 22 Konsonanten des hebräischen Alphabets sind die Bücher von Gershom Scholem zur jüdischen Mystik und Friedrich Weinrebs Werke „Buchstaben des Lebens“, „Zahl, Zeichen, Wort“ und „Zeichen aus dem Nichts“.
Jedem Bild hat Knut Trobitius einen hebräischen Mitlaut zugeordnet und der unendlichen Vielfalt der Elemente in immer neuer Farb- und Strukturgebung Ausdruck verliehen. Im künstlerischen Kontext der 22 Buchstaben klingt die Vielzahl der Namen Gottes mit.
Dauer der Doppelausstellung: Do. 15.3. - Mi. 9.5.18; Öffnungszeiten: Mo.-Do. 10-18, Fr. 10-16 Uhr

Vernissage: Einführung: Dr. Lothar Triebel; Grußwort: Daniel Neumann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt;
Musik: Irith Gabriely, Klarinette, und Julia Scheuffele, Gitarre

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Lesung "Meine Nachmittage mit Eva"

Donnerstag, 22. März 2018, 19.00 Uhr
Das Offene Haus. Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstr. 31 Bild: B. Schäfer mit Buch

„Meine Nachmittage mit Eva. Überleben nach Auschwitz“
Lesung und Gespräch mit der Journalistin, Autorin und Moderatorin Bärbel Schäfer, Frankfurt, und mit Eva Szepasi, die als Kind Monate in einem KZ verbrachte.
Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Erfahrungswelten: Bärbel Schäfer und die 85-jährige Eva Szepesi.
Eva trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm. Sie war erst elf Jahre alt, als sie allein vor den Nazis fliehen musste und schließlich nach Auschwitz gebracht wurde. Heute ist sie eine der letzten Überlebenden eines Konzentrationslagers.
Jeden Mittwoch besucht Bärbel Schäfer ihre Freundin, und die beiden sprechen über Gewalt, Schrecken und Angst, aber auch über Freundschaft, Toleranz, Geborgenheit und Respekt.
In ihrem Buch spiegelt Bärbel Schäfer literarisch und auf empathische Weise die eigene Lebensgeschichte in den Erzählungen Evas und holt die erschütternden Erfahrungen in die Gegenwart. Ihr gelingt damit ein beeindruckendes Statement gegen das Vergessen und das Schweigen!
Eintritt 5 Euro, erm. 2 Euro, Teilhabecard frei
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung, Buchhandlung an der Stadtmission und GCJZ

Israel und Palästina - Binationaler Staat ?

Dienstag, 10. April 2018, 19.00 Uhr
Das Offene Haus. Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstr. 31

Israel und Palästina - Binationaler Staat oder zwei Staaten für zwei Völker?
Vortrag und Gespräch
Referentin: Dr. Angelika Timm, Nahostwissenschaftlerin und Israel-Expertin, Berlin
Das israelisch-palästinensische Spannungsverhältnis prägt seit Beginn des 20. Jahrhunderts maßgeblich die Entwicklung des Nahen Ostens. Die Jahrzehnte des Konflikts waren durch Militanz und permanente Verstöße gegen Völker- und Menschenrechte gekennzeichnet, aber auch vom Streben der internationalen, regionalen und nationalen Politik nach einem friedlichen Ausgleich begleitet. In diesem Kontext gewann die Formel „Zwei Staaten für zwei Völker“ zunehmend an Bedeutung. Angesichts der bis heute ungelösten Streitfragen bilden die bisherigen kompromissorientierten Denkansätze und Initiativen einen wichtigen Erfahrungsschatz für jedes künftige produktive Herangehen an den Konflikt.
Im Mittelpunkt des Vortrags von Angelika Timm stehen die Interessen der wichtigsten Akteure, die generellen Entwicklungstrends und reale bzw. verpasste Regelungschancen. Nachgefragt wird, inwieweit die bisher diskutierten Ein- oder Zwei-Staatenmodelle zukunftsträchtig sind bzw. welche anderen Optionen im nahöstlichen Konfliktmanagement denkbar wären. Grundlage ist dabei die Dokumentation „100 Dokumente aus 100 Jahren“, in der Timm Teilungspläne, Regelungsoptionen und Friedensinitiativen im israelisch-palästinensischen Konflikt (1917-2017) in ihrem jeweiligen historischen Kontext analysiert hat.

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und GCJZ

„Noch manche Nacht wird fallen…“.

Donnerstag, 12. April 2018, 19.00 Uhr
Literaturhaus, Darmstadt, Kasinostr. 3, Vortragssaal

„Noch manche Nacht wird fallen…“. Der christliche Dichter Jochen Klepper (1903-1942) und jüdisches Schicksal
Referent: Karlheinz Müller, Griesheim
Lesung: Schauspieler Horst Schäfer, Darmstadt
Am Klavier: Wolfgang Kleber, Dekanatskantor
Als Klepper 1942 mit Frau und Tochter den Freitod wählte, war dies ein Eingeständnis, dass der Versuch, christliche Existenz, jüdisches Schicksal und nationalkonservatives Denken in Einklang zu bringen, gescheitert war. Noch 1937 wurde sein historischer Roman „Der Vater“ ein großer Erfolg, dann wurde die Verfolgung immer bedrohlicher. Die 1956 postum erschienenen Tagebücher „Unter dem Schatten deiner Flügel“ dokumentieren Leiden und Schicksal dieses Lebens. Mit der Veranstaltung erinnern wir an Leben und Werk von Jochen Klepper.

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft und Gesellschaft zur Pflege und Verbreitung deutschsprachiger Dichtung e.V. und GCJZ

Im Heiligen Land - Biblische Geschichten im Landesmuseum

Mittwoch, 18. April, 18.00 Uhr
Hessisches Landesmuseum, Friedensplatz 1, Darmstadt
Im Heiligen Land: Biblische Geschichten in Gemälden des Hessischen Landesmuseums
Thematische Führung: Dr. Elisabeth Krimmel, Kunsthistorikerin, Darmstadt

Dass das Christentum im Judentum seine Wurzeln hat, wurde lange verschwiegen, ja sogar abgestritten. Ein Gang durch das Hessische Landesmuseum kann verdeutlichen, wie wenig das Christentum mit seinem reichen Bildmaterial ohne Bezug zur „hebräischen Bibel“, dem „Alten Testament“ zu verstehen ist. Deutlich ersichtlich wird dies an Stefan Lochners berühmtem Bild von der Darstellung Jesu im Tempel. Aber auch das Betrachten weiterer Bilder soll auf den alttestamentlich-jüdischen Bezug aufmerksam machen.

Anmeldung: nur bei: GCJZ c/o Godehard Lehwark,
Tel. 06151-60 10 100; cg.lehwark (at) t-online (dot) de

Eintritt: 6,00 Euro (erm. 4,00 Euro)
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und GCJZ

Die Bedeutung des Heiligen Landes im Judentum und der moderne Staat Israel

Donnerstag, 26. April 2018, 19.00 Uhr
Das Offene Haus. Evangelisches Forum Darmstadt, Rheinstr. 31
Die Bedeutung des Heiligen Landes im Judentum und der moderne Staat Israel.
Vortrag und Gespräch

Referent: Rabbiner Jehoschua Ahrens, Darmstadt
In der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel von 1948 heißt es: ‚Im Land Israel entstand das jüdische Volk. Hier prägte sich sein geistiges, religiöses und politisches Wesen. Hier lebte es frei und unabhängig, hier schuf es eine nationale und universelle Kultur und schenkte der Welt das Ewige Buch der Bücher.‘ Das Land Israel ist also, ganz unabhängig vom modernen Staat Israel, untrennbar mit dem jüdischen Volk verbunden. Kein Wunder, denn das Judentum ist keine Religion im modernen Sinne, sondern basiert auf mehr, auf Da‘at/Awodat Israel (Die jüdische Glaubenspraxis), Am Israel (hebräisch für Jüdisches Volk, also ‚Peoplehood‘/‘Schicksalsgemeins chaft‘) und Erez Israel (Land Israel, das ‚Heilige Land‘). Das Land ist integraler Bestandteil des Judentums und tief verwurzelt in der Bibel, der Liturgie und den Feiertagen. Das Land wurde dem jüdischen Volk von Gott gegeben, hier entstand und entwickelte sich das Judentum und hierher werden Jüdinnen und Juden in der messianischen Zeit wieder zurückkehren. Ohne den Bezug auf das Land würde ein entscheidender Teil des jüdischen Glaubens fehlen. Doch was genau ist seine Bedeutung und woher kommt sie? Welche Rolle spielt heute der moderne, säkulare Staat Israel? Ist er Hindernis oder schon Vorbote der Erlösung? Und schließlich: Hat das ‚Heilige Land‘ eigentlich eine Bedeutung für Christen? All diesen Fragen möchte sich der Vortrag widmen.
Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und GCJZ

WIZO.Basar 2018

Sonntag, 13. Mai, 11.00 – 18.00 Uhr
Jüdische Gemeinde, Wilhelm-Glässing-Str. 26
WIZO-Basar zugunsten von Kindertagesstätten in Israel

41. Bibliotheksgepräch: Claude Lévi-Strauss

Dienstag, 15. Mai 2018, 18.00 Uhr
41. Bibliotheksgespräch in der Alexander-Haas-Bibliothek
Literaturhaus, Kasinostr. 3, Osteingang, II. Stock, Seminarraum

Lévi Strauss. Eine Biographie von Emmanuelle Loyer
Referentin: Dr. Elisabeth Krimmel, Darmstadt

Aus bislang unveröffentlichten Dokumenten des persönlichen Archivs von Claude Lévi-Strauss (1908-2009) schildert die Historikerin Emmanuelle Loyer die Persönlichkeit und die Entwicklungen des Ethnologen, Schriftstellers, Melancholikers und Ästheten. Sie entdeckt die Herkunft seines Doppelnamens, beschreibt die Kindheit im jüdisch assimilierten Elternhaus, Jugend- und Studienzeit sowie die lebenslange politische und intellektuelle Suche nach den Koordinaten der menschlichen Existenz. Wie ein Pilger brach Lévi-Strauss zwischen 1935 und 1942 mehrfach in die Urwälder Brasiliens auf, lebte bei vom Aussterben bedrohten Eingeborenen und erforschte den Übergang ihrer Kulturen aus der Natur in die Kunst. Jahrelang arbeitete er an einem Inventar der mentalen Innenräume und formte die Grundzüge der modernen „Strukturalen Anthropologie“. Nach dem 2. Weltkrieg kehrte Claude Lévi-Strauss nach Frankreich zurück. In zahlreichen Schriften revolutionierte er die Sehweise auf „primitive Kulturen“. Als 1955 die „Traurigen Tropen“ erschienen, wurde das spannende und poetisch geschriebene Buch ein Welterfolg. Die Franzosen feierten den Wissenschaftler wie einen Nationalhelden. Er selber bewahrte sich bis an sein Lebensende den „Blick aus der Ferne“. - Die Biographie ist im Suhrkamp Verlag Berlin 2017 erschienen, 1088 Seiten.

Eintritt: frei
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit/Alexander-Haas-Bibliothek

Vortrag: Jerusalem am Rhein . Die SchUM-Städte

Donnerstag, 24. Mai 2018, 19.00 Uhr
Das Offene Haus. Rheinstr. 31
SchUM-Städte: Jerusalem am Rhein. Geschichte, Architektur, Bilder, Musik und Legenden einer besonderen jüdischen Diaspora. Vortrag und Gespräch
Referentin: Dr. Susanne Urban, Geschäftsführerin SchUM, Worms
In dem Vortrag wird die bis heute anhaltende Bedeutung der drei SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz für das Judentum nachgezeichnet und gezeigt, wie lebendig diese SchUM-Städte noch heute sind.
Eintritt: frei, um eine Spende wird gebeten
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und GCJZ

Vorankündigung: Fahrt nach Worms

Wahrscheinlich an einem Freitag im Juni:
„Warmaisa“ – das jüdische Worms. Klein-Jerusalem am Rhein. Tagesfahrt nach Worms, zu eindrucksvollen Zeugnissen aus 1000 Jahren jüdischen Lebens: dem ältesten europäischen jüdischen Friedhof „Heiliger Sand“, dem jüdischen Viertel mit Judengasse, Synagoge und Mikwe.
Näheres wird Anfang März bekannt gegeben.
Anmeldung ab dem 1. März bei: cg.lehwark (at) t-online (dot) de oder unter der Tel.-Nr. 60 10 100
Veranstalter: Evangelische Erwachsenenbildung und GCJZ
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