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Zu Israel und Palästina

"An der Seite der jüdischen Gemeinschaft"

(Darmstadt, Februar 2012) "In einem Vortrag, veranstaltet vom „Solidaritätskreis Israel–Palästina“, wurde einseitig Israel die Schuld am Konflikt im „Heiligen Land“ zugeschoben und diese politisch-historische Wertung mit einer, vorsichtig geschrieben: ungewöhnlichen theologischen Überlegung verknüpft. Der evangelische Vorsitzende unserer Gesellschaft, Pfarrer Dr. Lothar Triebel, ist dem Referenten Pfarrer Dr. Vollmer in der anschließenden Diskussion entschieden entgegengetreten.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland Nikolaus Schneider, der vor wenigen Tagen mit der Buber-Rosenzweig-Medaille des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgezeichnet wurde, hatte schon im Januar in einem großen Tagungsreferat gezeigt, welche Argumente in diesem Zusammenhang statthaft sind und welche nicht.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ist keine Lobbygruppe für israelische Regierungspolitik. So hat sich der Vorstand auch nicht an der Kampagne beteiligt, die zeitgleich gegen den palästinensischen Pfarrer Dr. Mitri Raheb, der im Februar den Deutschen Medienpreis erhielt, von Teilen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft geführt wurde.

Wir führen die notwendige inhaltliche Auseinandersetzung auf andere Weise. Wer beim 9. Bibliotheksgespräch ("Fragen an die Geschichte: Palästina, Israel und der Nahostkonflikt“, mit Dr. Wolfgang Geiger dabei sein konnte, hat das erleben dürfen.

Aber wo jüdisches Selbstverständnis von Nicht-Juden prinzipiell in Frage gestellt wird, und das auch noch mit Rückgriff auf die Hebräische Bibel, formulieren wir unseren Standpunkt eindeutig an der Seite der jüdischen Gemeinschaft – um ihrer, um der christlichen Kirchen und um der deutschen Gesellschaft willen."

Für den Vorstand der Gesellschaft:
Pfarrer Dr. Lothar Triebel (Evangelischer Vorsitzender)

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